Vom MINT-Projekt zur StraßentauglichkeitIntegrierte Gesamtschule Contwig
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Die MINT-AG der Integrierten Gesamtschule Contwig entwickelte in den vergangenen zwei Jahren gleich zwei verschiedene Zweiräder mit E-Mobilität: ein Laufrad und einen Laufroller.

Doch was bedeutet MINT und was macht die Zweiräder so besonders? Manfred Panther, ehemaliger Maschinenbauingenieur im Ruhestand und Projektbetreuer berichtet mit zwei seiner Schüler am 16.02.2022 bei der Übergabe der beiden Zweiräder.

Als MINT-Schule – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – fördert die IGS Contwig innovatives und begeistertes Lernen in diesen vier Fächern und tauscht sich nicht nur bei regelmäßigen Netzwerktreffen konstruktiv aus, sondern geht als Vorbild für weitere Schulen voran.

Gemeinsam Dinge vorantreiben und tolle Ideen verwirklichen

Die MINT-AG der IGS wurde betreut von Manfred Panter, der sein Wissen und seine Erfahrungen als ehemaliger Maschinenbauingenieur mit den Schülern teilte. „Jung und Alt müssen zusammenarbeiten, die Alten brauchen die Jungen und die Jungen brauchen uns Alte. So können wir die Dinge gemeinsam vorantreiben und tolle Ideen verwirklichen. Ich bin im Ruhestand und interessiere mich schon seit langer Zeit für Zweiräder, also bot ich mich an, mit den Schülern der MINT-AG gemeinsam dieses Projekt anzugehen.“, so Panter.  „Wir starteten 2019 mit der Entwicklung unseres Laufrades. Ich war zu Berufszeiten viel auf Messen unterwegs – zu Fuß. So entstand meine ursprüngliche Idee eines Messerads. MiniTec kannte ich auch aus meiner Zeit als Maschinenbauingenieur. In der Schule benötigten wir ein System, das wir ohne Bearbeitung oder Schweißen montieren können und im Laufe des Entwicklungsprozesses auch immer wieder flexibel anpassen.  Das MiniTec Profilsystem ist hierfür perfekt geeignet.“

Die Schüler und Herr Panter erarbeiteten Handskizzen, haben gemeinsam gesägt, gefeilt, geschraubt und montiert, bis das erste Laufrad mit Elektromotor entstand.

„Wir waren ja von der Planung bis zur finalen Umsetzung dabei und das Gefühl, am Ende ein eigenes Produkt vor sich zu haben und die Testfahrt zu starten, war das Größte“, beschreiben die Schüler. „Als wir die erste Testfahrt machten, kamen immer mehr Schüler dazu und jeder wollte es auch mal probieren“.

Simple Fortbewegung und dank Elektromotor gut für die Umwelt

Für Menschen, die ein solches Laufrad nicht nutzen können, sollte nun eine zweite Variante entstehen: der Laufroller. Man kann bequem sitzen, während man vom Roller in seiner Laufbewegung gestützt wird. Auf ebenen Strecken kann man ganz einfach mit seiner Laufbewegung vorankommen und für Steigungen kann man den Elektromotor per Handgas betätigen und mit bis zu 7 km/h unterstützt fahren. Bei dieser Geschwindigkeit werde auch keine Straßenzulassung benötigt.

Anders sehe es beim Laufrad aus: mit Geschwindigkeiten bis zu 15 km/h – einem Hybrid aus Muskelkraft und Elektromotor stehen noch einige Fragen im Raum: Wie kann das Laufrad nun für die Straße zugelassen werden? Wenn diese Zulassung erreicht wird, kann die Elektrik final installiert werden – inklusive Schrittmustersensor, der erst bei Ausführung von Schritten den Hilfsmotor per Handgas starten lässt. Diesen behördlichen Herausforderungen stellt sich Panter nun und hält die Schüler auf dem Laufenden.

„Wir drücken Herrn Panter die Daumen, dass er das mit der Zulassung noch hinbekommt und auch unser Laufrad auf die Straße darf.“, so die Schüler. „Wir hoffen, das alles umsetzen zu können und freuen uns über jeden Tipp, den wir hinsichtlich der Behördengänge und der Zulassung bekommen.“, erklärt Panter uns abschließend.
Zwei Jahrgänge der Stufe 11 konnten seit 2019 an diesem Projekt mitarbeiten. Wir freuen uns, neben anderen Unternehmen Sponsor eines solchen Projektes sein zu können und hoffen natürlich, dass die gesteckten Ziele alle noch erreicht werden.